Deutschland

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  • Saarland - Plakat Europa - Archiv
Die Region im Herzen Europas erlebte mit der Förderung der Kohle- und Eisenressourcen im 19. Jahrhundert einen außergewöhnlichen industriellen Aufschwung. Entlang der niederländischen, belgischen, luxemburgischen und französischen Grenze war die Eisenhüttenindustrie ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der neu entstehenden Nationalstaaten. Rhein, Maas, Saar und Mosel waren zugleich Transportwege, Bindeglieder und Grenzen eines Gebietes, in dem durch die Verschmelzung der Kulturen die Geschichte alle Vierteljahrhunderte neu geschrieben wurde.
  • Die deutsche Armee in den Jahren 1914-1918
  • Der Fürstenzug in Dresden
  • Berliner Mauer
  • Brandenburger Tor
Am Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 kam es zur Einigung und Gründung des Deutschen Kaiserreiches. Befeuert von der zunehmenden Kanonenproduktion ließ der nächste Konflikt nicht lange auf sich warten… Von 1914 bis 1918 dauerten die Kämpfe, das Deutsche Reich wurde besiegt. In der Folge wurde die Weimarer Republik errichtet. Doch sie erwies sich als zu schwach, um sich dem Terrorregime der Nazis zu widersetzen. Nach dem Sieg der Alliierten im Mai 1945 entstand die Bundesrepublik und wurde zu einer tragenden Säule der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl sowie später der noch jungen Europäischen Union.
  • Saarbrücken - Land des Saarlandes
  • Saarbrücken - Deutsch-französischer Garten
  • Psychiatrische Klinik Merzig
  • Saarbrücken - Land des Saarlandes
Das Saarland war im 20. Jahrhundert aufgrund wirtschaftlicher Interessen ein Spielball zwischen Frankreich und Deutschland. So wechselten einige Saarländer innerhalb von nicht einmal einhundert Jahren fünfmal ihre Staatsangehörigkeit! 1918 erhielt das Saargebiet einen Sonderstatus und stand unter dem internationalen Mandat des Völkerbundes. 1935 stimmten seine Einwohner per Volksentscheid für eine Angliederung an Hitlerdeutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg lehnten die Saarländer den laut den Verträgen zwischen Frankreich und Deutschland vorgesehenen europäischen Status ab. Das Saarland wurde nach der Volksabstimmung von 1955 Teil der Bundesrepublik.
  • Schloss Saarbrücken
  • Goldenen Bremm - Student vor den Tafeln, die die Geschichte des Lagers erzählen
  • Goldenen Bremm - Brandbekämpfungsteil für das Herrenlager
  • Stahlwerk Völklingen
  • Stahlwerk Völklingen
  • Stahlwerk Völklingen
  • Pingusson-Gebäude (ehemalige französische Botschaft)
Die Zeugen dieser reichen und bewegten Geschichte von Widerstand und Kollaboration sind beispielsweise an den Gedenkorten im Saarland sichtbar: dem Schloss und dem Historischen Museum in Saarbrücken, der Goldenen Bremm oder der Völklinger Hütte. Letztere ist ein riesiger Industriekomplex aus dem goldenen Zeitalter der Eisenhüttenindustrie, der in den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes erhoben wurde. Die ehemalige Französische Botschaft im Saarland, die zu Beginn der 50er Jahre vom Architekten Georges-Henri Pingusson entworfen wurde, zeigt, dass Saarbrücken als symbolische europäische Hauptstadt durchaus denkbar gewesen wäre.
  • Konzentrationslager Hinzert
  • Konzentrationslager Hinzert - Friedhof
  • Konzentrationslager Hinzert - Memorial
  • Blick auf das Konzentrationslager Hinzert - Aktenfoto
  • Konzentrationslager Osthofen - Fassade
  • Konzentrationslager Osthofen - Innenraum
  • Konzentrationslager Osthofen - Skulpturen
Das Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz, das auf eine ebenso komplexe Vergangenheit zurückblickt, ist Kooperationspartner bei dem Projekt Land of Memory und ist mit den Gedenkstätten in Hinzert und Osthofen vertreten. Diese Orte erinnern an die Gräueltaten der NS-Herrschaft und die als Antwort darauf entstandene Widerstandsbewegung.